Der Fotografie-Blog berichtet von einem sehr interessanten neuen Honorarmodell für im Internet genutzte Bilder. In der Regel hängen die Preise für Bilder im Printbereich von der eingesetzten Größe und der Auflage der Publikation ab. Im Web ist zumindest letzteres schwer vorhersehbar. Aus diesem Grunde haben sich die findigen Stategen der Online-Plattform GumGum Gedanken gemacht, wie man für beide Seiten – Lizenzgeber und -nehmer – ein gerechtes Modell konstruieren könnte.
Am Ende kam, in Anlehnung an die abhängig von der Anzahl der Einblendungen übliche Berechnung bei Bannerschaltungen folgendes Honorarmodell zustande: Der Lizenzgeber bestimmt einen Preis für 1.000 Page Impressions, also für Aufrufe einer bestimmten Website und damit des Fotos. Der Lizenznehmer bekommt nun nicht das Bild selbst, sondern einen Code, mit dem das Bild eingebunden wird. Abgerechnet wird so pro tausend Einblendungen. Der Lizenznehmer bezahlt so nur noch das, was er – bzw. sein Publikum – wirklich nutzt. Der Lizenzgeber wird quasi wie bisher nach Auflage entlohnt. Ein vielversprechendes und theoretisch auch gerechtes Gedankenmodell scheint das Ganze auf jeden Fall zu sein.
In folgendem kurzen Video zeigt GumGum wie die Prozedur genau funktioniert.



Was ich mich hierbei frage ist, wie der Anbieter gewährleistet, dass Fremdeinbindungen (Bilderklau) nicht mitgezählt oder gar verhindert werden, ohne dass Besucher des Lizenznehmers ausgeschlossen werden.
Nette Idee… aber kaum einsatzfähig, denn die verwendung dieser Bilder wird doch stark eingeschränkt. Wozu kann man die Bilder denn noch verwenden, ausser wie im Beispiel gezeigt als alleinstehendes Foto in einem redaktionellen Beitrag oder so?
Ausserdem ist es ja offensichtlich über Flash realisiert worden zu sein und das schränkt die Nutzung noch weiter ein, erhöht die Dateigröße und von Berrierefreiheit möchte ich gar nicht sprechen.
Insgesamt eine schöne Idee, aber ziemlich unpraktikabel.