Nur wer verzichten kann,
kann mit Fotografie umgehen.*
Fans des Berliner Fotografenurgesteins Jim Rakete haben dreifachen Grund zur Freude. Zum einen erscheint sein neuer Bildband »1/8 sec.«. Zudem werden seine Fotografien vom 19. Januar bis 1. März 2008 in der Camerawork Berlin ausgestellt und zu guter Letzt wird Rakete als Sprecher die diesjährige Designkonferenz TYPO bereichern. Hierfür ist noch bis zum 28. Februar eine Anmeldung zu vergünstigten Konditionen möglich.
Sein bei Schirmer/Mosel verlegter Bildband ist ab kommenden Donnerstag als 272-seitiges gebundenes Werk im Format 24,8 × 31,8 cm für 68 Euro im Buchhandel erhältlich. Darin porträtiert der Fotograf und ehemalige Musikproduzent bzw. Manager Prominente aus sämtlichen Bereichen des öffentlichen Lebens. Angela Merkel, Mario Adorf, Klaus Maria Brandauer, Cosma Shiva Hagen … sie alle stehen uns als »vertraute Fremde« gegenüber, die uns näher zu kommen scheinen, als ihr Image es eigentlich erlaubt. Jim Rakete darf so nah kommen. Mit seiner Plattenkamera kehrt er ehrfürchtig zu den Wurzeln der Fotografie zurück und zögert den Abschied der Silberfotografie ein ganz klein wenig hinaus. Seine Linhof benötigt viel Handarbeit, beidseitige Konzentration, natürliches Licht und ungewohnt langes Stillhalten. Dadurch gibt er sich und den Porträtierten und letztlich auch dem Betrachter den Moment, die Zeit anzuhalten: eine Achtelsekunde. Zwischen Fotograf und Modell entstanden so intime Augenblicke, die eine ungewohnte Nähe zu bekannten Persönlichkeiten zeigen.
1/8 sec. ist garantiert unretuschierte Fotografie in Reinform.



Hast du dieses Interview schon gelesen? Das würde dazu passen…
Ja, habe ich. Danke, ich wollte es eh noch verlinken. Herr Rakete scheint derzeit sehr viele Interviews zu machen im Zuge seiner Buchveröffentlichung. Die Fragen sind dann meist ähnliche, wenn ein solcher Rahmen gegeben ist. Naja, vielleicht kommt ja ein weiteres Interview Ende Mai dazu …
Noch ein Interview für die TIP Berlin und die Berliner Morgenpost.
Jim Rakete, was immer man über ihn sagen mag, gebührt das GROSSE VERDIENSTKREUZ MIT STERN UND SCHUKLTERBAND schon allein deshalb, weil er an der klassischen analogen Photographie festhält und sich nicht von den Propagandisten der Digitalfotografie zum Deppen machen läßt.