Gutes Cover – Schlechtes Cover #3: wieder mit zwei Titelseiten von Zeitschriften, die mir jüngst fotografisch besonders positiv oder negativ aufgefallen sind.

Top: Das Magazin 2008/12 – Damals: 1968
- Das sehr reduzierte Motiv passt hervorragend zum optisch und inhaltlich reduzierten Titel »Damals: 1968«.
- Frisur und Kleidung der 60er Jahre in Kombination mit der typischen Farbigkeit alter Fotografien, bewusst als leichtfüßiger Schnappschuss getarnt – Genau der Pfeffer, den es braucht, damit ich ins Regal greife.
Flop: People March 31, 2008
- Es tut mir ja leid, aber exklusive, millionenfach vergütete Babyfotos von Prominenten [in dem Fall von Jennifer Lopez, die dafür zwischen 3 und 6 Millionen Dollar bekommen haben soll], gehen überhaupt gar nicht. Das eigentlich Schlimme ist aber, dass sich so etwas verkauft wie nix Gutes.
- Für ein achtstündiges Shooting und besagtem Preisrahmen ist das Bild noch dazu magerer, nichtssagender Durchschnitt. Das einzige, was das Bild vielleicht noch erzählt, ist JLo’s Freude über viel Geld.



Zu dem People-Foto: Du schreibst doch selbst, dass es sich sehr gut verkauft und genau das ist die Hauptsache bei Coverfotos, oder? Zumindest aus Sicht des Magazins gesehen.
Ob die nun aber 3-6 Millionen mehr einnehmen dadurch, steht noch auf einem ganz anderen Blatt…
Beide Titel kann man nicht vergleichen finde ich, es müssten doch beide mit celebrity-Kram arbeiten. Bsp. Jimi Hendrix der Lopez gegenübergestellt werden.
Das linke Cover gefällt mir zwar ästhetisch, aber ich denke man benötigt ein bisschen zuviel des Nachfühlens, Zurückerinnerns, Klischees/Vorstellungen abgleichen, damit es eine direkte Wirkung entfalten kann. Beim Lopez-Titel ist das natürlich sehr einfach gelöst, Lopez, ihre Zwillinge, und die “Im Zwillingshimmel-Headline”.