Die Nachbetrachtungen auf 2007 sind abgehakt, die Nachbarn schauen wieder nach vorn, doch ein wichtiger Rückblick soll noch seinen Platz im jungen Zoomfeed finden. Wir reden bei heutigen Digitalkameras über Auflösungen von zehn, ja sogar 20 und weit mehr Megapixeln. Welche Auflösung erreichte aber die erste Digitalkamera der Welt? Der heute 57-jährige Master der Elektrotechnik Steven J. Sasson entwickelte den »Klotz« im Dezember 1975 für Eastman Kodak. Die Kamera wog 3,6 Kilogramm und wurde durch 16 Mignon-Batterien mit Strom versorgt. Sie benötigte 23 Sekunden, bis das aufgenommene Schwarzweißbild auf einer digitalen Kassette gespeichert wurde und weitere 23 Sekunden bis es zu einem angeschlossenen Bildschirm übertragen und dort zu sehen war. Wer weiß also, wie viel »Mega»-Pixel die erste Digitalkamera aufnehmen konnte? © Foto: AP



In vielen Artikeln im Web (z.B. bei der ansonsten ganz ordentlichen Brand Eins) ist von 0,1 Megapixeln die Rede. Das stimmt aber nicht, denn es waren nur 10.000, also 0,01 Megapixel.
Sehr interessant. Das sind dann also so um die 100 x 100 Pixel. Kaum zu glauben, dass sich diese Technik durchsetzen konnte :-)
In Kodaks Prototyp wurde ein „CCD201ADC” Chip der Firma Fairchild mit 100 mal 100 Elementen oder auch 0.01 Megapixeln verbaut. Dieser Chip gilt als erster kommerzieller CCD-Chip und erschien 1973 auf dem Markt. Das Prinzip der Erfassung von Bildern mit CCDs wurde in den Bell-Laboratorys von Smith und Boyle bereits 1970 erfunden. Allerdings war die Signalverarbeitung ihrer ersten CCD-Kamera noch komplett analog. Das Novum bestand damals darin, dass es sich um die erste komplett mit Halbleitern (statt Röhren) bestückte Kamera handelte.
Ab dieser Zeit gab es einige sogenannte elektronische Kameras (Still Video Cameras), die das analoge CCD-Bild auch analog auf verschiedenen Diskettenformaten aufzeichneten. Die erste komplett digitale Kamera war die FUJI DS-1P (1988) die RAM-Speicher zur Bildablage nutzte. Die erste kommerziell erfolgreiche Consumer-Digital-Foto-Kamera war dann endlich die von DYCAM gebaute „Logitech Fotoman” mit 376 x 240 pixeln Auflösung bei 256 Graustufen. Erschienen ist sie 1990 und kostete 995,- Dollar. Das Teil habe ich selbst einige Zeit benutzt und meine damit gemachten Bilder von der Berliner Loveparade aus den Neunziger sind absolut schräg!
Diese Bilder will ich wirklich mal sehen, Benno. Vielleicht würden diese Bilder heute, groß auf Leinwand aufgezogen, als große [und sauteure] Kunst durchgehen?