
Das obere Foto zeigt das bis dato teuerste Bild der Welt: »99 Cent II Diptychon« von Andreas Gursky.
Das teuerste Foto der Welt von Richard Prince:
Einer Meldung von PDN online zufolge, die sich auf den E-Photo Newsletter beruft, soll der erst im Februar 2007 aufgestellte Rekord für das teuerste Foto der Welt bereits im November wieder knapp gebrochen worden sein. Bei einer Auktion bei Sotheby’s kam nebenstehendes unbenanntes Foto eines Cowboys von Richard Prince für sagenhafte 3,4 Millionen US-Dollar unter den Hammer. Erwartet wurden lediglich an die zwei Millionen. Das zwischen 2001 und 2002 entstandene Foto gehört zu einer Serie die aus abfotografierten Ausschnitten von Werbeanzeigen der Firma Marlboro besteht. Der Fotograf erhöhte die Körnigkeit oder veränderte die Farbe der Motive und vergrößerte die Bilder, in diesem Fall auf 2,5 × 1,5 Meter. Prince war es auch, der im November 2005 erstmals die »Schallmauer« von einer Million Dollar mit einem weiteren Cowboymotiv durchbrach. Regelmäßig steht er jedoch auch unter dem Beschuss der Kritiker. Sie werfen ihm vor, die Werke anderer Fotografen zu nutzen, ohne sie zu nennen oder finanziell am Erfolg zu beteiligen.
Der Cowboy löst damit den bis dahin bestehenden Rekord des deutschen Fotografen Andreas Gursky und seines Fotos »99 Cent II Diptychon« aus dem Jahre 2001 ab, das nur wenige Monate zuvor für 3,34 Millionen Dollar versteigert wurde.



Der Beschreibung nach muss ich mich den Kritikern wohl anschliessen, einen Ausschnitt zu vergrößern und per EBV ein wenig zu manipulieren stellt in meinen Augen keine große Eigenleistung dar.
Ganz so einfach wird das Ganze am Ende dann sicher auch nicht gewesen sein. Interessant finde ich, dass gerade ein solches – vom Motiv her schon recht unspektakuläres – Bild so viel Geld bringt und nicht ein besonders aufwendiges oder kreatives Bild. Das Foto eines Fotos. Ist das nun doppeltes Lob für die Fotografie als solche oder eher ein Fausthieb der Wertschätzung von eigener Kreativität. Oder ist es am Ende gar so, wie in der Musik? Gecoverte Popmusik als Verkaufsschlager?
scheint das die zeit günstig ist für überteuerte langweilige fotos.
kunden scheinen nur noch wenig sinn und verstand für wahre kunst zu haben.
Heute mittag wollte ich meinem Bruder das Bild von Andreas Gursky zeigen, hab aber jedoch keins gefunden. Jetzt hab ich es zufällig gefunden. Witzig! Wird es morgen sehn.
Es sind schon atemberaubende Summen, die hier für Fotos ausgegeben worden sind, die jeder mit einer herkömmlichen Digitalen Fotokamera auch hätte selber machen können.
Und es beweißt nur, dass die Käufer weder etwas von Fotografie, noch von Kunst verstehen, aber denen das Geld dann scheinbar so locker in der Tasche sitz, dass es kein Problem da stellt, sich mit besonders teuren Bilder zu schmücken.
Hier geht es auch weniger darum, was auf den Fotos zu sehen ist und in welcher Art und Weise sie produziert worden sind, als viel mehr darum, dass es eben besonders teure Bilder sind.
Ich habe nichts gegen ein Anfänger, die mit Ihrer Fotoausrüstung zunächst einmal ein tolles Plakat ab fotografieren und wenn sie dann auch noch mit Photoshop einen Filter darüber legen können, dann ist es schon ein sehr kreativer Prozess, wenn man dann noch jemand diese Arbeit für 3,4 Million Dollar bekaufen kann, dann gehört Ihn meine volle Bewunderung.
Was ich nun über den Käufer dieses Bildes denken soll, bleibt mir wohl ewig ein Rätzel.
Mit freundlichen Grüßen
Jan Karl-Heinz Bihy
[...] Schaffens der Menschheit? Denn andere Fotos kommen nichtmal