Kategorie »Technikfeed«


Die erste Digitalkamera der Welt

Die erste Digitalkamera der Welt und ihr Erfinder | © APDie Nachbetrachtungen auf 2007 sind abgehakt, die Nachbarn schauen wieder nach vorn, doch ein wichtiger Rückblick soll noch seinen Platz im jungen Zoomfeed finden. Wir reden bei heutigen Digitalkameras über Auflösungen von zehn, ja sogar 20 und weit mehr Megapixeln. Welche Auflösung erreichte aber die erste Digitalkamera der Welt? Der heute 57-jährige Master der Elektrotechnik Steven J. Sasson entwickelte den »Klotz« im Dezember 1975 für Eastman Kodak. Die Kamera wog 3,6 Kilogramm und wurde durch 16 Mignon-Batterien mit Strom versorgt. Sie benötigte 23 Sekunden, bis das aufgenommene Schwarzweißbild auf einer digitalen Kassette gespeichert wurde und weitere 23 Sekunden bis es zu einem angeschlossenen Bildschirm übertragen und dort zu sehen war. Wer weiß also, wie viel »Mega»-Pixel die erste Digitalkamera aufnehmen konnte? © Foto: AP

Technisches Neujahrsorakel

Was bringt das neue Jahr für die Entwicklung der Digitalkameras? Andreas Donath vom IT-Newsportal Golem macht sich hierüber etwas eingehender Gedanken. Er erwartet offenbar keine allzu einschneidenden technischen Neuerungen. Statt Datenübertragung via Speicherkarten sieht er einen Trend zur verstärkten Nutzung drahtloser Übertragungstechniken wie WLAN und UMTS und zu bereits in der Kamera generierten HDR-Bildern. In Bezug auf meinen vorherigen Artikel kann ich mich da 2008 wohl noch ganz entspannt in meiner analogen Welt bewegen.

Sony Alpha 700: Die neue Minolta Dynax?

Nach einem kurzen Ausflug in die Welt der Digitalfotografie fotografiere ich seit einem Jahr wieder ausschließlich auf analogem Kleinbildfilm. Allerdings heißt es nicht ohne Grund »Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.« Ich will mich den Zeichen der Zeit nun auch nicht versperren. Sie scheinen eine deutliche Sprache zu sprechen. Wo man auch hinsieht – beispielsweise zu den Fragen an Fotografen im bildwerk3 – hat der digitale Speicherchip den 35mm-Film weitestgehend abgelöst. Das wird einem allerspätestens in dem Moment klar, wenn man versucht, Filme mit einer früher standardmäßigen Lichtempfindlichkeit von ISO 100 zu kaufen. Ich meine solche, die nicht der Kodak Farbwelt entstammen. Dies ist nahezu unmöglich geworden. Selbst mein Fotohändler kommt über seinen Großhändler nicht mehr an einen Fuji Superia 100 heran. Und wie ehemals möglich an der rettenden Tankstelle oder im real-Markt braucht man ganz und gar nicht mehr versuchen, filmischen Nachschub zu erhalten. Es sieht so aus, als stellt sich nicht die Frage ob man die digitale Schiene fahren soll, sondern wann endlich und auf welcher Strecke. Die analogen Tage sind gezählt. Bestenfalls das Schicksal der Vinylschallplatten dürfte dem Analogsystem noch bevorstehen: im Verhältnis zur modernen Konkurrenz wird es teurer und und komplizierter verfügbar sein.

Sony Alpha 700Als bekennender und der Marke nachtrauernder Minolta-Fotograf will ich meine Ausrüstung natürlich weiterhin benutzen. Schließlich stecken ein nicht geringer finanzieller sowie vor allem sentimentaler Wert in Objektiven, Blitzgeräten und dem ganzen [meist dann doch relativ selten genutzten] Zubehör. Bisher bot die Nachfolgestrecke des Elektronikriesen SONY, der das Minolta-Know-How übernommen hatte keinen wirklich überzeugenden Wechselgrund. Das Angebot an jenen digitalen Spiegelreflexkameras war bisher sehr, naja, sagen wir übersichtlich. Seit knapp einem Vierteljahr gibt es nun aber die Alpha 700. Könnte sie etwa die neue … gar meine neue Dynax werden? Die Zeichen stehen so schlecht nicht. Das Gros der in der Regel recht objektiven Testberichte im Netz liest sich vielversprechend. Von einer komfortablen Bedienung ist da die Rede, einem niedrigen Farbrauschen, einer sehr guten Bildqualität. Das internationale Magazin für Photographie Photoscala meint, die Alpha 700 sei interessant nicht nur für Wechselwillige aus dem Dynax- oder Alpha-Lager, sondern vermehrt auch für Neueinsteiger ins Alpha-System. Thinkcamera.com vergibt acht von zehn Punkte. Die Meinungen sind durchweg positiv. Die zwölf Megapixel sind derzeit State-of-the-Art im Bereich lizenzfreier Bilder, also momentan absolut ausreichend und im Hinblick auf die Kritiken mehr als eine Überlegung wert. Folge ich dem Digitaltrend doch schneller, als ich vermutet hätte? Wo ich doch ohne das befriedigende Geräusch des Filmtransports und die unbeschreibliche Vorfreude auf entwickelte Bilder nicht leben kann. Besser erstmal einen Tee trinken und auf die nächste Filmentwicklung warten. Einen Schallplattenspieler habe ich schließlich auch noch …

Die Testberichte und Meinungen im Einzelnen:

Vi.sualize.us

Vi.sualize.usSocial Bookmarking ist einer der Netztrends der letzten Jahre. Mögen muss man es nicht, gleichwohl schwören viele Nutzer darauf, ihre Lesezeichen mit der ganzen Welt zu teilen. Neu ist in diesem Zusammenhang der Dienst vi.sualize.us, bei dem man keine Websites „bookmarken“ kann, sondern Grafiken, Fotos und Illustrationen. Grundsätzlich ist das Ganze sicher eine interessante Idee, jedoch bin ich sehr skeptisch, wie es rechtlich zu beurteilen ist. Die Bilder bleiben – bis auf die Vorschauen – wohl auf dem Originalserver und auch der eigentliche Kontext wird extra verlinkt. Klarer Fall von »mal im Auge behalten«. Im wahrsten Sinne des Wortes.