Kategorie »Fotografeed«


San Franciscos beste Fotoblogs

© Manuel Guerzoni, San Francisco Daily Photography

© Manuel Guerzoni, San Francisco Daily Photography

Da sich mein Aufenthalt in einer der schönsten aller Städte vorerst dem Ende neigt, ist es an der Zeit, ein Mittel zu finden, um Erinnerungen zu konservieren und spätere Sehnsüchte aktivieren zu können. Das probateste erscheint mir in Gestalt fotografisch unterschiedlich ausgerichteter Fotoblogs daherzukommen. Aus diesem Grund habe ich in den letzten Wochen eine Liste zusammengestellt, mit der sich ein jeder, der den eigenen Urlaub in San Francisco Revue passieren lassen mag oder einen Trip in die Bay Area plant, inspirieren lassen kann.

© Tang Jian Yu

© Tang Jian Yu

GCSC 03

Gutes Cover – Schlechtes Cover #3: wieder mit zwei Titelseiten von Zeitschriften, die mir jüngst fotografisch besonders positiv oder negativ aufgefallen sind.

Gutes Cover – Schlechtes Cover #03

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Rodney Lough Jr.: Wilderness Collections

»The Monument Valley« by Rodney Lough Jr.

»The Monument Valley« [oben] und »Worldly Wonder« [unten] von Rodney Lough Jr. ©

Eine weitere Neuentdeckung, auf die ich neben Craig Ferroiggiaro hier in Kalifornien stieß, ist Rodney Lough Jr. Zwar ist dieser unter Kennern der Fine-Art-Fotografie längst kein Unbekannter mehr, mir war seine Kollektion jedoch bislang nicht geläufig. Umso mehr konnte ich also staunen, als ich auf den Naturfotografen aus Oregon in einer kleinen Galerie in Sausalito aufmerksam wurde. Seine vielfarbigen Landschaftsaufnahmen bestachen auf den ersten Blick durch eine Präzision, wie sie heute trotz täglicher Reizüberflutung selten zu finden ist. Jedes einzelne Motiv wirkte mehr wie ein aufwändiges Gemälde, als eine Fotografie.

»Worldly Wonder« von Rodney Lough Jr. wird vom November 2007 bis May 2008 im Nationalmuseum für Naturgeschichte in Washington, DC gezeigtAm liebsten hätte ich jedes einzelne Bild vom Fleck weg zu Mitbringseln gemacht, wäre da nicht der trotz gutem Wechselkurs nicht unerhebliche, aber eben gerechtfertigte Preis gewesen. Rodney Lough Jr. wird das sicher verschmerzen können, denn nach eigenen Angaben wissen weltweit über 15.000 Sammler seine Bilder zu schätzen. Für den schmaleren Geldbeutel gibt es auf seiner Website The Lough Road aber zumindest einige Poster, einen Bildband oder sogar einen Bildschirmschoner zu erwerben.

Microstockagentur Lucky Oliver vor dem Aus

LuckyOliver.com

Die Nachricht ist nicht ganz neu, aber trotzdem eine Meldung wert: Nach zwei Jahren stellt die Microstockagentur Lucky Oliver zum 15. Mai den Betrieb ein. Die Kalifornier waren sicherlich die sympathischsten unter den Billiganbietern: mit einer liebevoll gestalteten Website und sehr persönlicher Ansprache. Aber das reicht wohl nicht, um im Haifischbecken mit Getty (istockphoto), Corbis (snapVillage) und Co. zu überleben. Dieses Preismodell kann schließlich nur über Masse funktionieren. Ich bin gespannt, wen der rund 40 Player in diesem Segment es als nächsten erwischt.

Herzau vs. Falke: Der Photobattleblog

Screenshot vom PhotobattleblogDie Bildagentur laif zählt sowohl im Bildjournalismus als auch in der Magazin- und Reisefotografie zu den deutschen Trendsettern. Zwei ihrer bekanntesten Fotografen machen außerdem gerade mit einem ganz besonderen Projekt auf sich aufmerksam. Unter »HelloNewYork HelloHamburg« starteten der in Hamburg arbeitende Andreas Herzau und der in New York lebende Stefan Falke vor über einem Monat einen Photobattleblog. Darin spielen sie sich gegenseitig die fotografischen Pässe zu, was sehr reizvolle Einblicke in die jeweiligen Städte mit sich bringt. Die beiden Profis nehmen die Bilder exklusiv für den Blog auf und sind zuweilen auch mal mal spontan in anderen Metropolen dieser Welt unterwegs. Tolles Projekt mit Vorbildcharakter.

Die fotografische Nische finden (2/2)

Fortsetzung von »Die fotografische Nische finden (1/2)«.

11. VW Käfer

… oder jedes andere Automodell. Autofotografen sind ziemlich verbreitet. Fotografen, die sich ganz besonders gut mit vier Rädern auskennen und noch dazu einem ganz speziellen Modell verfallen sind, sind hingegen eine rare Besonderheit.

12. Infrarotfotografie

Auch eine besondere Aufnahmetechnik kann als Nische dienen. Infrarotfotografie ist nicht gerade die einfachste Technik, aber wenn man sie beherrscht und an den Mann zu bringen weiß, kann man auch diesen Markt meistern.

13. Wasser

© ƒStopManchmal kann etwas, dem man den ganzen Tag immer wieder aufs Neue begegnet und dennoch niemals Beachtung schenkt eine fotografische Nische sein. So wie Martin Waugh beispielsweise. Er wurde bekannt mit seinen »Wasserskulpturen«. Was kann man noch alles mit diesem Element anstellen, was Waugh bisher noch nicht abgelichtet hat?

14. Reflexionen

Eine Nische muss nicht zwangsläufig hinter tausend Ecken versteckt schlummern. Man muss nicht unmögliche Gedankengänge vollbringen, um sie aufzuspüren. Man kann auch »einfach« etwas Unübliches mit einem üblichen Motiv anstellen. Zum Beispiel mit Reflexionen. Da wird es doch wohl noch ausreichend Bildmöglichkeiten geben, die noch niemand gedacht und vor allem umgesetzt hat …

15. Blau

© ƒStopAuch Picasso hatte seine blaue Periode. Warum also nicht selbst die eigene Lieblingsfarbe zum Thema machen? Vor allem die langfristigen Ergebnisse dürften sehr spannend sein. Mit dieser Idee beschäftigt sich nicht zuletzt auch unser letzter Zoomfeedbeitrag »Rot ist bunt«. Ich würde mich wohl für gelb oder orange entscheiden. Obwohl auch ein grün oder cyan ginge. Es sieht ganz danach aus, die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Also worauf warten? (weiterlesen…)

Die fotografische Nische finden (1/2)

Unter der Überschrift »Photography Niches You Never Considered« helfen die Autoren von Photopreneur Inspiration für blockierte Fotografenhirne zu finden. Sie zählen Nischen auf, die nur darauf warten, von professionellen Fotografen besetzt zu werden. Wir erhielten freundlicherweise die Erlaubnis, den Artikel in leicht angepasster Form zu übersetzen.

Den eigenen motivischen Fokus auf ein kleines, spezifisches Gebiet zu legen, kann demnach sehr hilfreich sein. Auch und besonders aus finanzieller Sicht, vor allem im Bereich lizenzfreier Bilder. Sollte einer der vorgeschlagenen Nischen nicht geeignet erscheinen, kann sich schon einen Schritt weiter die nächste, passendere befinden. Natürlich kann man sich derart intensiv auf eine einzige Nische konzentrieren, dass man bald als großer Meister dieser Kategorie gilt. Auch kann die Liste gegebenenfalls bloß als Anregung neuer Motive verstanden werden, sowohl für Profis als auch für Amateure.

1. Die eigene Straße

Niemand kennt die Straße besser als der, der in ihr zu Hause ist. In der eigenen Nachbarschaft kennt man sich selbst am besten aus und viele Nachbarn – zum Beispiel die Pizzeria um die Ecke – wünschen sich gute Bilder ihres Kiezes, sind aber mit ihren eigenen Fotografien nicht zufrieden. Außerdem wohl die beste Nische, um endlich der Lokalheld zu werden, der man schon immer sein wollte.

2. Kuchen

Auch in der Lebensmittelfotografie kann man sich auf ein spezielles Motiv oder besser gesagt eine spezielle Speise beschränken. Mit Kuchen könnte man zum Beispiel beginnen. Herauszufinden, wie man den Kuchen am schmackhaftesten in Szene setzt, ist eine große Herausforderung. Noch dazu schmeckts nach dem Shooting gut. Vorsicht jedoch vor zu viel Kuchen! Man will ja vom Fotografieren schließlich keine Wampe bekommen.

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The Stock Asylum stellt Dienst ein

Stock Asylum

Sofern es sich nicht um einen verfrühten Aprilscherz handelt, wird die bekannte Stock-Photography-Newssite The Stock Asylum wohl zum Ende der Woche ihren Dienst einstellen. Autor Ron Rovtar war mit den dort veröffentlichten Nachrichten und Analysen über fünf Jahre lang eine der wichtigsten Stimmen der Community. Alle Beiträge werden weiterhin abrufbar sein und ziehen dafür zur Stock Artists Alliance um.

Craig Ferroiggiaro: San Francisco Places

California Street mit Blick auf die Oakland Bay Bridge, © Craig Ferroiggiaro

California Street mit Blick auf die Oakland Bay Bridge, © Craig Ferroiggiaro

Natürlich kann ich mich nicht längere Zeit in San Francisco aufhalten, ohne ein wenig die lokale Fotoszene zu erkunden. Besonders aufgefallen ist mir dabei bisher Craig Ferroiggiaro. Der hier geborene Fotograf hat eine einzigartige Sichtweise auf die Stadt. (weiterlesen…)

Adobe lässt sich kostenloses Web-Photoshop teuer bezahlen

Der Artikel in Spiegel Online beginnt recht harmlos: »Online-Fotoaufhübscher machen klassischer Bildbearbeitung Konkurrenz. Platzhirsch Adobe hält mit einem eigenen Gratis-Webprogramm dagegen. Photoshop Express soll im Netz Amateurknipser locken.«

Wie bei solchen Anwendungen üblich, muss der User bei der Registrierung für Photoshop Express die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Und die haben es in sich, denn Adobe darf demnach:

  • mit öffentlichen Fotos der Nutzer Einnahmen erzielen,
  • diese Bilder reproduzieren, verändern, veröffentlichen und in anderen Materialien oder Arbeiten in jedem Format und Medium verwenden und
  • das Bildmaterial an Dritte weiterlizenzieren.

Im Klartext: Adobe kann die Fotos verkaufen und sahnt im Falle des Falles zu 100 Prozent ab. Und, man hat keinerlei Kontrolle über die weitere Verwendung der Bilder. Wie weitreichend diese Nutzungsabtretung ist, ist für viel User sicher gar nicht durchschaubar. Das ist unseriös, finden wir!