Kategorie »Fotografeed«


Heise startet eigenes Foto-Portal

Mit heise Foto startet der Technikverlag aus Hannover heute eine Bildergalerie, die sein »Online-Magazin rund ums digitale Bild« deutlich erweitert. Angemeldete Nutzer können nicht nur in den Artikel- und News-Foren über neueste Trends in der Digitalfotografie fachsimpeln, sondern auch eigene Bilder veröffentlichen, bewerten, diskutieren und in Alben sammeln. Anders als flickr setzt der kostenfreie Dienst der Anzahl der hochgeladenen Bilder keine Grenzen.

Ein weiterer Unterschied zu anderen Communities ist, dass Anwender auch Bilder anderer Galerie-Nutzer in ihre Alben einsortieren können, etwa um ein spezielles Themengebiet abgerundet zu präsentieren. Besonders wichtig ist der Redaktion der »Creative Commons«-Gedanke: Mit einer entsprechenden Lizenz hochgeladene Bilder dürfen von anderen Nutzern frei und in voller Auflösung weiterverwendet werden. Für die Kontaktpflege sorgt neben dem Bewertungssystem auch die Möglichkeit, andere Anwender in eine Kontaktliste aufzunehmen, die Aktivitäten der beobachteten Personen anzeigt.

World Press Photo of the Year

Die Gewinner-Galerie 2009 ist online …

Agenturbilder richtig verkaufen

»How to sell stock photos?« Dieser Frage widmet sich eine ausführliche 2-teilige Serie im Webdesigner-Depot. Wir erfahren alles über die Grundlagen der Stock-Fotografie, die Lizenzmodelle, was man anbieten sollte und wieviel zu verdienen ist. Der Autor Gyorgy Ferkete ergänzt: »I’ll also cover a few insider and marketing hints that will help you get accepted and simply create better stock photos.«

Google liefert 10 Millionen historische Life-Fotos

Die Google-Bildersuche hat den ersten Teil des umfangreichen Archivs des amerikanischen Fotoreportage-Magazin »Life« ins Internet gestellt. Der Archivbestand umfasst rund 10 Millionen Aufnahmen, vor allem historische Fotos mit den Schwerpunkten 1950er, 1960er und 1970er Jahre – 20 Prozent sind bereits online zu finden unter images.google.com/hosted/life. Die Bilder stehen nach Informationen des Mutterkonzerns Time allen Internetnutzern für den persönlichen Gebrauch zur Verfügung, das Copyright bleibt jedoch bei Time.

Das Potenzial des Life-Services wird die Google-Bildersuche erst nach und nach bereichern, wenn die Bilder über die  Standardsuche gefunden werden. Je häufiger die Nutzer das Archiv durchforsten, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Bilder bei den Suchergebnissen vorne landen. Gegenüber FAZ.NET sagt Stefan Keuchel, Pressesprecher für Google Deutschland: »Wir erweitern letztlich das Google-Bildarchiv mit zehn Millionen Bildern«. Das heißt in der Praxis: Wer im Suchfeld »”Muhammed Ali” source:life« eingibt, bekommt alle Life-Bilder von Ali bei Google.

Qualitativ braucht sich das Angebot nicht zu verstecken. Time und Google bieten die meisten Scans in einer Auflösung von 300 Pixel/Zoll mit einer respektablen Breite zwischen 900 und 1300 Pixel an.

Hommage an Klaus Voormann

Anlässlich seines 70. Geburtstages findet vom 7. bis 12. 10. 2008 unter dem Titel »Remember Revolver – Hommage an Klaus Voormann« im Automobil Forum (Berlin, Unter den Linden) eine Werkschau des Musikers, Fotografs und Illustrators statt. Voormann entwarf mehr als 100 Schallplatten-, DVD- und Buch-Cover; für das Cover des Beatles-Album Revolver erhielt er 1967 einen Grammy. Er war Mitglied der Band von Manfred Mann und Gründungsmitglied der Plastik Ono Band. Ab 1981 war er Produzent vieler Künstler in Deutschland, unter anderem von Trio (»Da Da Da«). Foto: Marc Eckardt.

Gold für Vincent Laforet

von Christian Brecheis

Vicent Laforet, Fotograf der New York Times, hat uns sicherlich die interessantesten Bilder der Olympischen Spiele in China geliefert. Wie sich durch die Aufnahmen aus vielen außergewöhnlichen Perspektiven erahnen lässt, ist er selbst ein Geek und immer an der technischen Seite und an Gadgets interessiert. Wer die kniffligen Bedingungen kennt unter denen sich ferngesteuerte Aufnahmen auf Events realisieren lassen, der kann Vicent’s Faszination für das regelrechte Remote-Massaker beim 100m Lauf auf dieser Olympiade sofort nachvollziehen. In seinem Blog berichtet er von Bill Franks der für die Sports Illustrated vor Ort war und mit 17 Kameras ferngesteuert arbeitete, und selbstverständlich noch eine 18.te Kamera im Einsatz hatte mit der er tatsächlich per Hand fotografiert hat. In dem kurzen Video Clip sind annähernd 100 ferngesteuerte Kameras zu sehen, die alle auf die Ziellinie beim 100m Lauf ausgerichtet waren.

Ein Sportfoto, das Geschichte schreibt

In meiner Fontblog-Serie über die visuellen Aspekte der Olympischen Sommerspiele in Beijing weise ich auf eine sehenswerte Bildergeschichte von Sports Illustrated hin, fotografiert von Heinz Kluetmeier. Michael Phelps gewann am Samstag die 100 m Delfin mit einem Wimpernschlag Vorsprung, nach einem taktisch klugen Halbzug. Die entscheidenden 1/100 Sekunden sind bei SI in einer Schritt-für-Schritt-Geschichte festgehalten.

Was war Dein entscheidender Moment?

Mir wurde ein Buch zur Rezension zugestellt, das ich durchaus empfehlen kann. Es ist zwar haarsträubend gestaltet, aber inhaltlich Gold wert. Der international anerkannte Fotograf Joe McNally (Life, National Geographic, Time, Newsweek u. v.m.) berichtet in Bildern und den Geschichten dazu, wie man den »entscheidenden Moment« für eine gute Aufnahme finden kann.

Im Vorwort ist beschrieben, wie es zur Idee für das Buch kam. »Es war in Vermont während eines Foto-Workshops. Am Eröffnungsabend betrat Joe McNally die Bühne. Joe ist ein ausgezeichneter Lehrer und immer wieder wirft er unglaubliche Tipps ins Publikum – die Tricks aus dem Geschäft, die wirklichen Nuggets – und wir alle hängen an seinem Mund.

Jedesmal, wenn Joe einen Satz beginnt mit ›Einmal hat mir ein Lektor beim National Geographic erzählt …‹ schreiben wir mit, denn ein weiterer Goldschatz macht sich auf den Weg. Einmal spricht Joe darüber, Personen vor Ort auszuleuchten, und er sagt ›Ein Lektor sagte mir einmal ….‹ (wir werden hier noch nichts verraten), dann verrät er etwas ganz Einfaches. Nur ein Satz, aber Dave und ich sahen uns an, beide mit diesem breiten Grinsen im Gesicht, denn wir wussten, das war der entscheidende Moment.«

Jeder hat in seinem Fotoalbum ein Motiv, von dem er sagen kann: Ich habe den entscheidenden Moment getroffen. Damit wir alle etwas davon haben, möchte ich einen kleinen Wettbewerb veranstalten. Ladet in einem Kommentar euren entscheidenden Moment hoch (400 Pixel breit). Der Beste gewinnt ein Exemplar des hier empfohlenen Buches. Ich fange an, natürlich außer Konkurrenz … es ist auch kein inszeniertes Foto, sondern ein Schnappschuss.

Zu jedem Fotografentopf passt ein Agenturdeckel

Robert Kneschke, der uns als einer der ganz wenigen Fotografen in seinem Blog »Alltag eines Fotoproduzenten« gern mal über die Schulter schauen lässt, stellt sich als Gastautor bei fotografr.de der Frage Wie finde ich als Fotograf die richtige Bildagentur? Der zweigeteilte Beitrag [Teil 1 und Teil 2] ist eine sehr gute Hilfe für Fotografen, die in der lizenzfreien Bilderwelt Fuß fassen wollen, aber nicht wissen, mit welchem Schuhwerk man dazu welchen Pfad einschlagen muss.

Nur gucken, nicht fotografieren!

RechtlichesVor einiger Zeit berichteten wir über eine Geschichte, in der es um ein fehlendes Property Release ging. Vielleicht haben die Damen und Herren der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg diesen Artikel gelesen. Die Kollegen von Fotostoria machen uns jedenfalls darauf aufmerksam, dass jene SPSG nun die Bildagentur Ostkreuz mit einer Unterlassungsklage bedacht hat, Bilder ihrer Schlösser wie zum Beispiel Sanssouci ohne Beteiligung der SPSG nicht mehr zu vertreiben. Welche juristische Tragweite das Ganze hat, wird vielleicht beim Lesen der diesbezüglichen Beiträge im Tagesspiegel oder auf heise.de klar.