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UPdate in Berlin

UPdaten Berlin 08

Zum vierten Mal findet in Berlin am 11. und 12. April 2008 UPdate – der Salon für Fotografie – statt. Nach Veranstalterangaben handelt es sich bei der Fotomoesse um die größte europäische Zusammenkunft der Fotobranche, zu der sich globale Aussteller aus allen Bereichen der professionellen Werbe-, Mode- und Reisefotografie zum Austausch zusammenfinden. Parallel zum »Gipfel der Kreativität« des Art Directors Club Deutschland sollen in Halle 18 der Messe Berlin kreative Anstöße geboten werden sowie Raum für persönliche Treffen und neue Kontakte. Dabei werden sowohl als Aussteller als auch als Gäste Fotorepräsentanten, Produktionsfirmen, Bild- und Modelagenturen, Magazine und Postproduktioner erwartet. Karten für beide Tage kosten zusammen mit dem Katalog im Vorverkauf 20 Euro. Auch eine von Jung von Matt unterstützte Mappenbesichtigung wird wieder Bestandteil der Veranstaltung sein, die allerdings im letzten Jahr bei Teilen der Besucher nicht so gut ankam.

TV-Tipp: Jim-Rakete-Dokumentation

Arte legt nach. In der Dokumentationsreihe »Mein Leben« wird nun auf 43 Minuten komprimiert das von Jim Rakete beleuchtet. Erst kürzlich widmete man sich dort Peter Lindbergh. Rakete, der momentan omnipräsent durch die Print- und Online-Medien schwebt, wurde bei den Fotosessions seines aktuellen Projektes »1/8 sec.« begleitet. Regisseurin Claudia Müller versuchte, einen sehr persönlichen Einblick in die Arbeit des bekannten Fotografen zu erlangen. Der Film dürfte nicht nur für analoge Gesinnungsgenossen eine Einschaltempfehlung wert sein. Vielleicht kommen wir am Sonntag [10.2.] um 18.15 Uhr auch hinter das Geheimnis seiner außergewöhnlich intimen Porträtfotos.

Fotowettbewerb für nie dagewesene Fotografen

New JerseyDie Veranstalter des Fotowettbewerbs »Is it possible to make a photograph of New Jersey regardless of where you are in the world« fragen sich genau das: Ist es möglich, ein Foto von New Jersey zu machen, egal wo man lebt auf der Welt? Um eine Antwort hierauf zu finden, laden die Galerie Pierro und iheartphotograph.com Fotografen, Designer und Künstler aller Art zu einem weltweiten und offenen Wettbewerb ein. Die bemerkenswertesten Arbeiten werden Teil der Ausstellung »Is it possible und so weiter …« und vom 6. April bis zum 25. Mai 2008 in der Pierro Galerie, New Jersey, ausgestellt. Gefördert wird die Aktion von der Stiftung New Jersey State Council of the Arts/Department of State. Weitere Informationen auf der Wettbewerbsseite …

Rückblende

Rückblende 2007Eine Wettbewerbsausstellung mit Wikipediaeintrag dürfte selten sein. Der Rückblende ist ein solcher jedoch gewidmet. Jährlich werden in diesem Rahmen die besten 100 Fotos und 50 Karikaturen des deutschen politischen Jahres prämiert und in verschiedenen Städten gezeigt. Das Beste daran: der Eintritt zu den Ausstellungen ist kostenlos. Die Rückblende 2007 ist bereits die 24. Veranstaltung dieser Art. Morgen öffnet sie in der Berliner Landesvertretung Rheinland-Pfalz ihre Pforten und hält diese bis zum 2. März 2008 geöffnet. Danach geht sie auf Reisen und macht in Bonn, Hamburg, Brüssel, Leipzig, Trier und Mainz Station.

World Photography Awards 2008

Sony World Photography Awards in Cannes 2008Die von Sony unterstützen World Photography Awards könnten sich – so scheint es – zu einer Art »Foto-Oscar« entwickeln. Mit einer großen Gala in Cannes gipfelt der noch bis zum 31. Januar 2008 weltweit offene Fotowettbewerb. Profis und Amateure dürfen sich bis dahin mit bis zu drei Beiträgen beteiligen. (weiterlesen…)

14. Deutscher Fotowettbewerb der GfF

Gewinnerfoto 2006 von Sandra BartochaDie Gesellschaft für Fotografie lädt derzeit zum Wettbewerb um die 100 Bilder des Jahres 2007 ein. Bis zum 15. Februar 2008 kann man noch eigene Beiträge einsenden, um den Hauptpreis [Foto links das Gewinnerfoto von 2006 von Sandra Bartocha], den Jugend-Extrapreis oder wertvolle Sonderpreise und einen Publikumspreis abzustauben.

Rudi Meisel: In den Städten

Rudi Meisel: In den Städten – Straßenfotografie 1999 bis 2007Die nächste vorzumerkende Fotoausstellung ist die am kommenden Freitag in der Argus Fotokunst in Berlin-Mitte mit einer Vernissage eröffnende »In den Städten – Straßenfotografie 1999 bis 2007«. Der vor allem durch Reportagen, Portrait- und Architekturfotografie bekannte Rudi Meisel zeigt seine bevorzugten Motive des Alltags: Zeitbilder von Vergänglichkeit, Fotos der Veränderung. Die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen, gibt es vom 12. Januar bis zum 1. März 2008. Bereits in den Achtzigern machte Meisel mit einem ähnlichen Projekt auf sich aufmerksam, als er den »Alltag im Ruhrgebiet« [Linktipp!] auf faszinierenden Schwarzweiß-Aufnahmen einfing.

© Foto: Rudi Meisel

TV-Tipp: Peter-Lindbergh-Dokumentation

Sean Combs, Penelope Cruz, New York, 2005 © Peter Lindbergh
Sean Combs, Penelope Cruz, New York, 2005 | © Peter Lindbergh

Um 18.10 Uhr zeigt Arte heute die Erstausstrahlung des Dokumentarfilms »Mein Leben – Peter Lindbergh: Eine Fotografenkarriere zwischen Hochglanz und Tiefgang«. Regisseur Werner Raeune begleite den bekannten Mode- und Lifestylefotografen seit 1990 immer wieder, unter anderem bei Shootings mit Nadja Auermann, Claudia Schiffer oder Linda Evangelista. Lindbergh erzählt in dem 43-minütigen Streifen über sein Leben, was ihn an den Frauen interessiert, wie sich die Fotografie und vor allem seine Einstellung zur Schönheit verändert hat.

[Darauf hingewiesen durch einen Beitrag von Wolf-Dieter Roth.]

Jim Rakete: 1/8 sec.

Nur wer verzichten kann,
kann mit Fotografie umgehen.*

Jim Rakete – 1/8 sec.Fans des Berliner Fotografenurgesteins Jim Rakete haben dreifachen Grund zur Freude. Zum einen erscheint sein neuer Bildband »1/8 sec.«. Zudem werden seine Fotografien vom 19. Januar bis 1. März 2008 in der Camerawork Berlin ausgestellt und zu guter Letzt wird Rakete als Sprecher die diesjährige Designkonferenz TYPO bereichern. Hierfür ist noch bis zum 28. Februar eine Anmeldung zu vergünstigten Konditionen möglich.

Sein bei Schirmer/Mosel verlegter Bildband ist ab kommenden Donnerstag als 272-seitiges gebundenes Werk im Format 24,8 × 31,8 cm für 68 Euro im Buchhandel erhältlich. Darin porträtiert der Fotograf und ehemalige Musikproduzent bzw. Manager Prominente aus sämtlichen Bereichen des öffentlichen Lebens. Angela Merkel, Mario Adorf, Klaus Maria Brandauer, Cosma Shiva Hagen … sie alle stehen uns als »vertraute Fremde« gegenüber, die uns näher zu kommen scheinen, als ihr Image es eigentlich erlaubt. Jim Rakete darf so nah kommen. Mit seiner Plattenkamera kehrt er ehrfürchtig zu den Wurzeln der Fotografie zurück und zögert den Abschied der Silberfotografie ein ganz klein wenig hinaus. Seine Linhof benötigt viel Handarbeit, beidseitige Konzentration, natürliches Licht und ungewohnt langes Stillhalten. Dadurch gibt er sich und den Porträtierten und letztlich auch dem Betrachter den Moment, die Zeit anzuhalten: eine Achtelsekunde. Zwischen Fotograf und Modell entstanden so intime Augenblicke, die eine ungewohnte Nähe zu bekannten Persönlichkeiten zeigen.

1/8 sec. ist garantiert unretuschierte Fotografie in Reinform.

[* Zitat aus »Jim Rakete und die Quetschkommode«,

Martin Parr: Assorted Cocktail

Der frühe Parr: Touristen im englischen Brighton (1985)Bilder mit zutiefst soziologischem Fokus sind das Kennzeichen des Briten Martin Parr. Über 20 Bücher sind bereits über seine Arbeiten erschienen. In allen zeigt Parr dem Betrachter, dass menschliche Geschmacklosigkeit tatsächlich keine Grenzen kennt. Mit einem peinlich genauem Blick für unscheinbare und nebensächliche Extremsituationen lichter er die Welt ab, wie sie ist. Eine Gesamtschau der Farbbilder des renommierten Magnum-Fotografen präsentiert bis zum 24. Februar 2008 das C|O Berlin.

© Foto: Martin Parr/Magnum Photos/Agentur Focus