
Vor drei Tagen verschickte die NPD-Zentrale in Berlin an Bundestagskandidaten mit ausländischer Herkunft Briefe, in denen diese zur »Heimreise« aufgefordert wurden. Inzwischen wird wegen des Verdachts auf Volksverhetzung ermittelt. Dieser Fall veranlasste die Fakultät für Gestaltung der Hochschule Mannheim zum spontanen Fotoprojekt »Menschen vor dem Migrationshintergrund«.
Die Initiatoren der Aktion – Prof. Kai Beiderwellen, Rainer Diehl (Fotos) und Bernhard Pompeÿ – schreiben auf der dazugehörigen Webseite: »Wirtschaftsflüchtling, Asylant, Gastarbeiter, Einwanderer … Migration – das hört sich irgendwie nach Wanderferien, Exotik oder sogar Abenteuer an. Aber auf jeden Fall harmlos. Da ist keine Bedrohung in diesem Begriff. Er impliziert auch das Nicht-Dauerhafte/Endültige. Wer migriert, migriert vielleicht ja auch wieder weg.«
Jeder ist eingeladen, den Mannheimern ein Foto von sich vor einem Migrationshintergrund per Mail zu senden (b.pompey@hs-mannheim.de). Diese werden dann auf der Seite Migrationshintergrund veröffentlicht.









