Während die Menschen in Berlin Schlange stehen, um ihre weltberühmten Fotos zu sehen (C/O Berlin Galerie), lässt Annie Leibovitz in New York ihr Lebenswerk beleihen. Der britische Guardian berichtete am Dienstag als erster über die finanzielle Notlage der Fotografin: »Annie Leibovitz verpfändet die Rechte ihres zukünftigen Schaffens.« Inzwischen erfuhr die „New York Times“ mehr: Leibovitz hat in den vergangenen Monaten 15,5 Millionen Dollar vom Kunstleihhaus Art Capital erhalten, und dafür ihr gesamtes Lebenswerk verpfändet.
Verschiedene Umstände führten zur der akuten finanziellen Notlage: der Umbau dreier Reihenhäuser in New York, steigende Grundstückssteuern, die Zahlungen von 700 000 Dollar an eine Beleuchtungsfirma und einen Stylisten, die sie verklagt hatten und die sinkenden Immobilienpreise, wodurch die Kredite nicht mehr ausreichend gesichert waren.


