
© Fotos: Reuters
Fünf Jahre ist es her, dass die amerikanischen Truppen den Irak invadierten. Fünf Jahre leidvoller Geschichten, in denen bisher über 100.000 Menschen ihr Leben ließen. Während hier in den USA am Jahrestag gegen den Krieg demonstriert wird, ziehen die Medien weltweit Bilanz. Außerhalb der Vereinigten Staaten ist sie vernichtend. Doch auch im gelobten Land mehren sich die kritischen Stimmen. Zäh, langsam … zu langsam.
Eine deutlichere Sprache sprechen da die Bilder dieses Krieges. Die Nachrichtenagentur Reuters gehört zu den produktivsten Lieferanten schockierender Fotos, von Eindrücken und Stimmungen aus dem Irak. Auf der Website iraq.reuters.com zeigen die Fotografen nun eine bewegende Multimediavorstellung, die man sich trotz eigener Feiertagslaune anschauen sollte. Aber Achtung! Die Bilder und Interviews sind nichts für schwache Gemüter. Aber so ist Krieg eben. Er nimmt keine Rücksicht.



Das Bild mit der Kamera hat mich ziemlich umgehauen als ich es vor ein paar Tagen auf Spiegel.de gesehen habe.
Ich find es echt schade, dass hier so berichtet wird. Es sind nicht 100.000 gefallene Menschen. Es gibt keine offiziellen Zahlen, die man ernst nehmen kann. Aber man geht im Mittel von weit mehr als 200.000 Menschen aus, die durch Kriegsfolgen, oder direkten Kriegshandlungen ihr Leben verloren haben.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Irak-Krieg#Get.C3.B6tete_Zivilisten
Auch das ist eine Seite des Krieges. Trügerisch, wer glaubt, in unserer hypermedialen Welt jedes Einzelschicksal registrieren zu können. Ich habe mich an iraqbodycount orientiert. Dort spricht man von etwa 75.000 getöteten Zivilisten. Dazu noch die etwa 4.000 amerikanischen Soldaten. Ich habe bei »meinen« 100.000 bereits eine nicht unerhebliche Dunkelziffer berücksichtigt. Diese Zahl liest man auch meist in den deutschen Leitmedien. Niemand wird jedoch, wie du selbst schreibst, jemals die genaue Zahl festmachen können. Darum geht es auch letztlich nicht. Jeder einzelne Tote und Verletzte oder sonstwie durch den Krieg geschädigte ist einer zu viel. Hier geht es zudem nicht so sehr um Statistiken, sondern die Kraft und die Macht von Bildern. Die sprechen ihre eigene deutliche Sprache.
Im Übrigen ist obiger Text kein Bericht, denn offensichtlich habe ich in meinem Text eine Wertung vorgenommen.
Ja das mag sein. Insgesamt brauchen wir wirklich über die Folgen nicht diskutieren (das ist mein Fehler, sorry). Einzig und alleine bleibt es eine schreckliche Sache und gerade unter den bekannten Umständen ist fraglich, ob man nicht auch andere Mittel und Wege hätte finden können.
Alleine im Sinne der Zivilbevölkerung!
Inoffizielle Medien gehen von ca. 1,2 Millionen toten Irakern aus, die durch den Krieg oder den Kriegsfolgen gestorben sind.